Sanierung des Freibades 3. Teil

Notwendige, längst überfällige, zukunftsorientierte und spannende Aufgabe der Verwaltung und der Politik ist die Sanierung des Freibades in Harsewinkel.

In vielen Sitzungen des Betriebsausschusses und des Rates wurden Entscheidungen zur Verwirklichung dieser Aufgabe besprochen und beschlossen.

In der Betriebsausschusssitzung und der Ratssitzung in diesem Monat mussten Entscheidungen gefällt werden, damit die Finanzierung aber auch der kurze Ablauf der Bauphase in Angriff genommen werden können.

Streitpunkte in der Finanzierung waren insbesondere:

Die Sanierung der Umkleideräume, die Beleuchtung der Boden und Stufenstrahler und die Herstellung einer Beregnungsanlage für die Rasenfläche im Freibad.

 

Sanierung der Umkleideräume / Kosten 391 000 Euro netto

Sowohl im Betriebsausschuss wie im Rat war es Vorschlag und Anregung der UWG, die Sanierung der Umkleideräume aus der Planung herauszunehmen, in den Haushalt 2019 als Projekt einzustellen und bis zum Ende der Sanierungsarbeiten durchzuführen. Während im Betriebsausschuss augenscheinlich die Anregung nicht zur Kenntnis genommen wurde, wurde diese Anregung im Rat mit der Begründung, die Verwaltung hat in 2019 für die Durchführung keine personelle Möglichkeit, abgelehnt. Zum Abschluss der Sanierungsarbeiten sollten auch die Umkleideräume saniert sein. Aus diesem Grund verblieb diese Arbeit weiterhin in der Planung.

Eine Streichung der Sanierungsarbeiten der Umkleiden ist keine Ersparnis, sondern nur ein Verschieben auf evtl. lange Zeit. Dies will die UWG nicht.

 

Beregnungsanlage der Liegewiese / Kosten 40 000 Euro netto

Für die Beregnungsanlage sollten während der Bauphase die Voraussetzungen wie Stromanschluss und Wasseranschluss geschaffen werden, damit ein weiterer Ausbau möglich ist. Der Weiterbau wird frühestens nach Ende der kompletten Sanierungsarbeiten anstehen.

 

Reduzierung der Beleuchtungsanlage (in dem Entwurf der Verwaltung waren Boden- und Stufenstrahler enthalten. -Kosten 45 000 Euro netto

Nach der Sanierung wird das neue Freibad für Harsewinkel ein neuer und attraktiver Anziehungspunkt werden. Nach Vorschlag des Planers soll das Außengelände in Veranstaltungen außerhalb der Freibadsaison einbezogen werden. Die evtl. durchzuführende Neugestaltung des Heimathofes wird diesen Teil unserer Stadt ein neues Gesicht geben.

Boden- und Stufenstrahler sind nicht, wie immer wieder gesagt, für die Tageszeit geplant, sondern für Abend- und Nachtveranstaltungen. Abend- und Nachtveranstaltungen sind bis heute nur wenig organisiert worden, sollten aber in Zukunft möglich sein. Diese Möglichkeit sollte die Politik den Vereinen und Veranstaltern einräumen. In diesem Fall ist die Beleuchtung der Stufen und des Bodens eine Attraktion.

 

Behinderten gerechter Zugang zum Schwimmbecken

Eine Voraussetzung für den nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von 1.755.000 Euro ist die behindertengerechte Ausführung der Sanierungsarbeiten. Der Zugang zum Hauptbecken muss daher behindertengerecht gestaltet werden. Der Vorschlag sah eine Rampe an einer der Längsseiten des Schwimmbeckens innerhalb einer Schwimmbahn vor.

Im Betriebsausschuss wurde von der UWG vorgeschlagen an der Seite zur Liegewiese die Rampe in einem neuen Bauteil, angelegt an der Außenwand zu planen. Dieser Vorschlag wurde aufgenommen und der Planer hatte den Auftrag, die Mehr- oder Minderkosten bis zur Ratssitzung ermitteln. In der Ratssitzung stellte der Planer die Planung vor (ca. 21.000 Euro Mehrkosten).

Diese Planungsänderung wurde beschlossen. Die jetzt herzustellende Rampe ist insgesamt für alle Besucher des Freibades ein barrierefreier Zugang zum Schwimmbecken, ohne dass die Rampe die bereits schwimmenden Besucher stört. Die Anzahl der bereits vorhandenen Schwimmbahnen wird nicht vermindert.

 

Unter den Überschriften berichteten am 13.07. über die letzte Sitzung des Rates über die Freibadsanierung:

 

Die Tageszeitung / Die Glocke – Spritzige Debatte – und Sommertheater in drei Akten –

Die Tageszeitung / Neue Westfälische – CDU verweigert Stimmabgabe zu Freibadkosten –

Die Tageszeitung / Westfalenblatt – Nicht nur groß, sondern großmöglich –

 

Über den Vorschlag der UWG zum behindertengerechten Zugang zum Schwimmbad kein Wort. Wir sind uns bewusst, dass unsere Anregung so ziemlich das einzig Vernünftige dieser Veranstaltung war.

In einem ruhigen Augenblick sollte sich die Fraktion der CDU fragen, ob ihr Verhalten nicht abzustimmen in der heutigen Zeit richtig war. Wir denken da im Besonderen an die Politikmüdigkeit und an die Verrohung der politischen Sprache.

Wir werden in unserer Fraktion nochmals die Frage der Sanierung der Umkleideräume thematisieren und besprechen, da wir hierin eine Möglichkeit sehen, einen Teil der Kosten einzusparen.

 

Harsewinkel, den 14.07.2018 - Friedhelm Schmitz -

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