Die UWG bedauert das Scheitern der Wiedereinrichtung eines Jugendparlamentes Im Juli 2004 traf der Rat der Stadt Harsewinkel die Entscheidung, nochmals ein Jugendparlament wählen zu lassen. Einige Zeit später, im Laufe des Jahres 2005, wurde hierfür von unserer Verwaltung und Mitgliedern des Stadtrates eine entsprechende Satzung erarbeitet. Es bestand Einmütigkeit im parlamentarischen Raum, dieses Jugendparlament durch eine Moderatorin oder Moderator zu begleiten und zu unterstützen, damit Elan, Hilfe und Sicherheit für die Jugendlichen gegeben sein sollte. Dafür wurde dann eine entsprechende Stellenausschreibung vorgenommen. Und es meldete sich dann auch in der Tat eine geeignete Bewerberin. Diese Bewerberin hatte sich im Vorfeld mit der Satzung kritisch auseinandergesetzt und dabei neben anderen Mängeln einen gravierenden Mangel festgestellt, der ihrer Meinung nach ein Scheitern des Vorhabens Jugendparlament beinhaltete. Neben anderen Dingen bemängelte sie insbesondere, dass Jugendliche nicht an der Satzung mitgewirkt hatten. Das war für die CDU-Fraktion, die bekanntlich die Mehrheit im Rat darstellt, offensichtlich zu viel. Sie lehnte die Bewerberin, weil wohl zu kritisch, rundweg ab. Die Stelle musste neu ausgeschrieben werden. Bekannt ist wohl allen, dass dann Herr Vormittag die Stelle übernahm und nach 7 Monaten Tätigkeit empfahl, kein neues Jugendparlament wählen zu lassen. Die UWG bedauert zutiefst die eingeschlagene Entwicklung. . Es ist Schade, dass es für die Jugendlichen kein z. Z. eigenes und geeignetes politisches Gremium gibt, am Gemeinwohl unserer Stadt ohne eine Parteirichtung mitzuarbeiten. Es wird immer wieder geklagt, dass es nicht genügend Bürgerinnen und Bürger gibt, die sich für das Gemeinwohl interessieren. Das trifft natürlich im gleichen Maße auch für unsere Jugendlichen zu. Doch wie soll Freude, Begeisterung und Interesse aufkommen, wenn ihnen –auf welche Art und Weise auch immer- eine entsprechende Mitwirkung verwehrt wird. Das Jugendparlament wäre das geeignete Forum und entsprechende Plattform für die Jugendlichen für spätere Zeiten in Sachen Politik zu „trainieren“, gleich welche demokratisch politischeRichtung sie einmal einschlagen werden. Das ist ihnen jetzt nicht möglich. Schade! Mehr als 2,5 Jahre sind vergangen, um eine Entscheidung in Sachen Jugendparlament zu treffen. Fast scheint es so, als gäbe es dafür keine Chance mehr. Das es so ist, liegt ganz sicher daran, dass die Mehrheit im Rat 2006 die Bewerberin ablehnte. Diese Bewerberin wollte eine verstärkte Mitwirkung der Jugendlichen und traf auf eine CDU-Mehrheit, die an der erarbeiteten Satzung keine Veränderung vornehmen wollte. Auch der mehrheitlich so geprägte Rat sollte lernen, einmal getroffene Entscheidungen zu überdenken und kritische Anmerkungen von Fachkräften nicht zu ignorieren. Die UWG ist noch heute der Meinung, mit der angesprochenen – abgelehnten - Bewerberin hätten wir heute das Jugendparlament und Jugendliche die freudig darin ihre Mitwirkung gefunden hätten. Wir werden weiter darüber reden müssen. Es ist nur zu hoffen, dass der zuletzt getroffene Beschluss des Sozialausschusses –vorgeschlagen von der Ratsminderheit— verwirklicht wird: Bis Ende des Jahres sind andere Formen oder Beteiligungsmöglichkeiten für die politische Mitwirkung der Jugendlichen zu entwickeln. Bei 7 Enthaltungen wurde dieser Beschluss einstimmig angenommen. Frage: Welche Fraktion hat sich wohl mit 7 Stimmen enthalten? Harsewinkel, 10.2.07, Frico Schmitz , Hans Schlee |