Katholische Öffentliche Bücherei St. Lucia (KöB) 22.11.2007 Zu der Neuordnung des Büchereiwesens wie im Schul-, Kultur- und Sportausschuss sowie im Rat beschlossen nimmt die UWG Harsewinkel wie folgt Stellung und bringt folgende Beiträge zur Diskussion und Einscheidung ein. Wir erkennen ausdrücklich die gute Leistung der Pfarrei St. Lucia, der Büchereileitung und der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Wir sind der Meinung, dass es bei der jetzigen Trägerschaft bleiben sollte. Ferner sollte die KöB wie bisher als einzige Bücherei für die Versorgung im Büchereiwesen zuständig sein. Wir schätzen hier ganz besonders den Einsatz von ehrenamtlichen Kräften. Aufgrund unseres Antrages wurden für die Erarbeitung eines Zukunftsmodells für die Bücherei 5000,00 Euro vom Rat bereitgestellt. Wir haben in unseren Unterlagen zur Entwicklung des neuen Anbaues verschiedene Angaben über die flächenmäßige Größe der zukünftigen Bücherei: In der Vorlage zum Schul-, Kultur- und Sportausschuss wurde eine zusätzliche Größe von 100,00 qm genannt. In der Berechnung des Raumbedarfes vom 01.10.2007 wurde eine Gesamtfläche von 500,00 qm, also eine zusätzliche Fläche von 320,00 qm errechnet. In den Unterlagen zum Workshop wurden Pläne vorgelegt mit 2 Größen; 120,00 qm und 165,00 qm. In dem Text wurde der Anbau von 165,00 qm mit einer Zahl von 200,00 qm genannt. Wir sehen hierin eine große Unsicherheit, wie groß denn letztlich der Anbau sein soll und sein muss. Mit unserem Antrag zur Erarbeitung eines Zukunftsmodells für die Bücherei in Harsewinkel wollten wir nicht nur den Raumbedarf feststellen lassen. Ein Raumbedarf kann erst dann genannt werden, wenn wir wissen, welche Aufgaben und Entwicklung die Bücherei in den nächsten Jahren nehmen soll. Wir haben die Anregung wahrgenommen und haben uns die Bücherei in Verl angesehen. Die Leiterin der Bücherei hat sich viel Zeit genommen und uns vieles erklärt. Eine schriftliche Unterlage hat sie uns mitgegeben. Hiervon fügen wir eine Kopie bei. Das Gebäude der Bücherei Verl ist ein ebenerdiges Gebäude ohne Stufen, also ganz besonders für Rollstuhlfahrer, mit dem Kinderwagen aber auch ansonsten sehr gut zu begehen. Der Bücherei stehen ca. 1020,00 qm Fläche zur Verfügung. Das Gebäude liegt zentral, mitten in der Stadt. Ferner sind die Räume sehr hell und mit großen Fenstern bis auf den Boden versehen. Innerhalb des Gebäudes ist eine kleine Cafeteria. Innerhalb des Raumes, in der Nähe der Cafeteria war eine Wand mit aktuellen Zeitschriften und Zeitungen (Örtliche Presse und überörtliche Presse) aufgebaut. Hier können Interessierte die Tageszeitungen und Zeitschriften lesen, aber auch Ausleihen. Für den Raumbedarf und für die Kosten sind einige Kenngrößen zu erarbeiten: - Medieneinheiten pro Einwohner
- Medienkosten pro Einwohner
- Büchereiausgaben pro Einwohner
- Anteil des Büchereietats am Gesamtetat der Stadt
- Wie viel Internetplätze sollten vorhanden sein?
- Wie sollen in Zukunft die Öffnungszeiten aussehen?
- Wie groß soll die Erneuerungsquote der Medien pro Jahr sein?
In Verl werden für das Entleihen der Medien keine Kosten berechnet. Es wird jedoch sehr genau auf die Einhaltung der Ausleihzeiten geachtet. Bei Überschreiten der Ausleihzeit werden Gebühren fällig. In Verl gibt Privatpersonen, die Beträge spenden, weil diese Bücherei sich sehr gut präsentiert und auch gut ist. In der Berechnung des Raumbedarfes vom 01.10.2007 wurde ein multifunktionaler Raum in der Größe von 80 – 100 qm genannt. Wird dieser Raum gewünscht und wie wird er dann genutzt. Wenn wir all dieses kennen, kann der Raumbedarf ermittelt werden. Wir haben aus den Besuchen der Büchereien Bergkamen, Olsberg, Brilon und Verl gesehen, dass es nur ganz wenige Gebäude gibt die eine derart hohe Besucherzahl aufweisen. Für Harsewinkel sollten wir überlegen, ob hier für unsere Innenstadt durch ein neues Gebäudes im Kern nicht eine Aufwertung erfolgt. Können von den vielen Besuchern nicht auch unsere Gewerbetreibenden innerhalb des Stadtkernes profitieren? Wir sind der Meinung, dass all diese Fragen intern oder extern klären sollten, bevor wir beschließen, einen Neubau zu errichten. Die UWG steht für eine optimale Ausstattung des Gebäudes und eine optimale Ausstattung mit Medien und ist auch bereit, dieses im Haushalt finanziell darzustellen. Harsewinkel, den 22.11.2007 |